MANIA • Forces of evil

Thrash
Thrash ist wieder salon- bzw. konzertsaalfähig geworden. Und auch in good ol'Ostwestfalen besinnt man sich nach zig -core-Klonen wieder auf Kuttenkompatibilität und Gas geben.
MANIA sind dabei heiße Kandidaten für einen Sitz im regionalen Thrashtriumvirat neben den alteingesessenen HUMAN PARANOID und LOST WORLD ORDER, nicht zuletzt wegen das großartigen Bandnamens.
Live hat sich das Kleeblatt bereits einige Freunde erspielt, jetzt hat man sieben Songs auf Plastiksilber konserviert, um auch die heimischen vier Wände zu erobern, was durchaus klappen könnte.
Schnörkellos und durchweg amtlich produziert groovt und kloppt man TESTAMENT - beeinflußten Thrash, der Laune macht und ohne Anlauf die Nackenmuskeln zum Zucken bringt. Simons kehlig-kotzige Stimme verleiht dem Ganzen einen Anstrich, der als Identifikationsmerkmal dient und hier und da sorgt ein klassisches Gitarrensolo für kuscheliges Achtziger - Feeling.
Zu meckern gibt es an der halbstündigen Vollbedienung eigentlich nix. Vielleicht, das sich hier und da manches zu oft wiederholt, aber Herrgott, wir reden von T-H-R-A-S-H, da kann man darüber locker hinwegsehen.
Nur über die Texte sollte nächstes Mal jemand drüber gucken, der Englisch beherrscht. Von den Schreibfehlern im Booklet mal abgesehen, sind manche grammatikalischen Vollentgleisungen schon fast peinlich (Ja, es gibt einen Unterschied zwischen "much" und "many").
Wer nicht gerade Prog-Purist ist, kann bedenkenlos zugreifen!
Metal OWL - 25. Dez, 18:37