TORIAN • Thunder times

Powermetal
Der Paderborner Fünfer bleibt sich auch auf dem zweiten Longplayer treu: klassischer Powermetal mit Thrashanleihen und Texte über Drachen und schlechtes Wetter. Aber ansonsten hat sich seit „Dreams under ice“ im Hause TORIAN einiges getan. Das Songwriting ist deutlich fortgeschrittener und abwechslungsreicher, Fronter Marc hat sich weiterentwickelt und variiert viel mehr, die Produktion ist deutlich professioneller und das Cover sieht nicht aus wie ein pastellfarbener Alptraum aus den Achtzigern.
„Thunder times“ ist ein starkes Album geworden, einen Ausfall gibt es nicht zu vermelden. Dafür stechen mit „Stormbringer“ und „Dragonfire“ veritable Quasihits heraus. Gerade bei letzterem fällt allerdings TORIANs Schwäche auf den Punkt zu kommen ins Auge. Insgesamt hätte einigen Songs eine Verknappung ganz gut getan, so das nun hier und da unnötige Längen entstehen, wo ansonsten manche Riffs sofort im Gehörgang kleben bleiben würden. Bei einem recht atempausenfreien Album wie „Thunder times“ würde es definitiv nicht schaden, wenn es kürzer ausfällt.
Aber davon sollte sich kein Fan des traditionellen Metal abhalten lassen in die Scheibe zumindest reinzuhören. Ein starkes Stück und einige der Songs werden mit Sicherheit live eine ganze Horde bzw.Legion zum Mitgröhlen und Abgehen animieren. Den Rezensenten eingeschlossen!
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Metal OWL - 17. Feb, 15:24