DORO • Fear no evil

Heavy Rock
Nach den beiden Vorab-EPs "Celebrate" und "Herzblut" habe ich ja gedacht, schlimmer könne es nicht mehr werden.
Und ich hatte recht!
Bereits der Opener "The night of the warlock" zeigt, das wenn DORO will, sie auch durchaus kann. Klassischer Metal, meist im Midtempo spricht Bände über die Ursprünge der selbst ernannten Metalqueen. Leider kann sie das gute Niveau nicht über die volle Spiellänge der 11 Songs halten. Vor allem, wenn sie ihren aktuellen Lieblingsthemen Jubiläum und Fanliebe frönt, offenbart sich, wie wenig sie mit ihrer unverwechselbaren Reibeiesenstimme anzufangen weiß, wie hohl ihre Texte vor allem sind. Wenn man von Drachen, Schwertern, Schlachten oder Drachen oder Schwertern oder auch Drachen singt, tut das nicht weiter weh. Bei anderen Themen fängt's an zu nerven.
Gruselmoment Nummer 1 ist das in Pornomanier gehauchte Intro zu "25 years", in dem sie ihre Fanbase anschmachtet:"...you're deep inside my heart, für immer."
Man kann das natürlich gutmütig als Fanliebe auslegen und so ist es auch sicher gemeint, ich finde allerdings, das jeder, der sowas gut findet auch Porzellanpuppen bei QVC bestellt. Hingebungsvolles Fremdschämen ist angesagt.
Ansonsten bleibt ein Album mit viel gutem Mittelmaß und einer knappen Handvoll starker Nummer.
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Metal OWL - 6. Mär, 22:38